PM4.0: Eine Symbiose aus klassischem und agilem Projektmanagement

Mehr denn je Kompliziertheit und Komplexität meistern und managen

[CI4, 29.08.2019] Michael Taube, Geschäftsführer der Deutschen Projekt Akademie und Sprecher des Clusters Industrie 4.0 (CI4) richtet an den Mittelstand (im Sinne der sogenannten Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) sowie der Verbände, Vereine und sonstiger Institutionen) die Frage, ob sie überhaupt ihre heutigen betrieblichen Prozesse kennen und beherrschen: Das sei Voraussetzung, damit die Transformation des Unternehmens in das Zeitalter der Industrie 4.0 gelingen kann. Taube erläutert: „Als Entscheider müssen Sie die zunehmende Kompliziertheit und Komplexität der wechselwirkenden Faktoren Mensch-Maschine-Management meistern.“ Er kündigt an: „Sie stehen dabei nicht allein, denn unser Cluster Industrie 4.0 bietet ab dem Herbst 2019 bis Ende 2020 deutschlandweit Spezial-Seminare für Geschäftsführer und IT-Verantwortliche an.“

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Foto: Robert M. Pinnow

Dipl.-Kfm. (FH) Michael Taube (Bildmitte) initiiert Fish-Bowl-Diskussion zur Digitalen Transformation

Offene Kultur der Kommunikation und des Lernens auch aus Fehlern

Die meisten mittelständischen Entscheider dürften in Fragen der Industrie 4.0 Gesprächsbedarf haben. Das Projektmanagement, so Taube, habe sich übrigens immer schon dazu verpflichtet, Komplexität beherrschbar zu machen, egal ob die einzelnen Prozesse kompliziert anmuten. „Im Prinzip gibt es somit keine Gegnerschaft zwischen klassischem und agilem Projektmanagement – ja, beide Ansätze sind im Kontext der Digitalen Transformation passend zu kombinieren.“ Taube erteilt damit spitzfindigen Diskussionen über das Projektmanagement als solches eine Absage, denn diese seien zu theoretisch und praxisfern.

Dass sich die betroffenen Mittelständler fit und bereit fühlen, den Schritt in ihre eigene erfolgreiche Zukunft zu gehen, sei entscheidend: „Um das Projektmanagement 4.0 erfolgreich in Ihrem Unternehmen umzusetzen, benötigen Sie zwingend eine offene Kultur der Kommunikation und des Lernens – ja, auch aus Fehlern – sowie Ihre Bereitschaft als Entscheider, überhaupt sich selbst organisierende und dann autonom arbeitende Teams zuzulassen!“

Prozesse in Wertschöpfungsketten digitalisieren und vernetzen

Die Digitale Transformation hin zur Industrie 4.0 oder gar „Gesellschaft 4.0“ führe zu einer engen synergetischen Verbindung von Menschen, Maschinen und Produkten. „Diese vierte Industrielle Revolution ist inzwischen voll im Gange – vom kleinsten KMU, über den in der Provinz versteckten mittelständischen Weltmarktführer bis hin zum globalisierten Konzern“, lässt Taube keinen Zweifel: Mittelständische Entscheider stehen demnach vor der Herausforderung, Prozesse unternehmensübergreifend entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu digitalisieren und zu vernetzen.

„Die Digitale Transformation ist wohl ein in absehbarer Zeit nicht zu Ende gehender Prozess – denn ein Ende des technologischen Fortschritts ist ja weder zu erwarten noch wünschenswert…“ Damit gibt Taube seinen Mandanten indes einen schweren Brocken zu schlucken – somit werde deutlich, warum man sich jetzt häufiger sehen müsse. Damit meint er mit seiner eigenen Person vor allem seine Rolle als Coach, Berater und Begleiter des Projektmanagements 4.0. Doch Taube möchte auch die an der Digitalen Transformation Interessierten „natürlich auch gerne höchstpersönlich kennenlernen – dazu wird es 2019/2020 zahlreiche Möglichkeiten geben“.

Projektmanagement 4.0 von höchster Flexibilität in Netzwerkstrukturen geprägt

Das Projektmanagement 4.0 sei geprägt von höchster Flexibilität in Netzwerkstrukturen. Diese Erkenntnis habe Folgen jeweils für das gesamte Unternehmen: „Es geht damit auch um Fragen der Mitarbeiterführung, ja der Unternehmensführung selbst. Betriebliche Werte und Kompetenzen kommen immer wieder auf den Prüfstand – es gilt Neues zu denken und Tradiertes zu hinterfragen.“

Dazu gehört laut Taube auch die gerade für viele Mittelständler schwer zu akzeptierende gewandelte Erwartung der Kundschaft: In Zukunft reiche es nicht mehr, herausragende materielle Produkte anzubieten – die Qualität, d.h. die Kundenerwartung, gehe zunehmend auf umfassende Gesamtlösungen über. „Der Service ist also nicht mehr nur geduldete ,Begleitmusik‘, sondern elementarer Bestandteil des komplexen Produktes – über die gesamte Nutzungsdauer, bis hin zur Entsorgung!“, so Taube.

„Industrie 4.0: Der Mittelstand setzt Kurs“ – CI4-KMU-Seminarreihe 2019/2010

Taube, Sprecher des Clusters Industrie 4.0, ist es „eine große Freude“, auf eine neue mittelständische Seminarreihe unter dem Motto „Sichere Transformation Ihres Unternehmens | Konzepte, Anregungen, Vorschläge“ hinzuweisen: Diese wird im Herbst 2019 in Berlin starten und dann bis Ende 2020 an verschieden Orten in Deutschland stattfinden:

Nach einem Vorabend-Workshop mit Geschäftsführern stehen demnach an drei Thementagen

  • „Organisierte Sicherheit“,
  • „Digitalisierung und Vernetzung“ sowie
  • „Sichere Transformation Ihres Unternehmens“ auf dem Programm,

ein Beratungstag zum Abschluss kröne dieses Seminar. „Wenn Sie nun einen möglichen Handlungsbedarf in Sachen Industrie 4.0 für Ihr Unternehmen sehen, sollten wir uns kennenlernen!“, lädt Taube ein.

Weitere Informationen zum Thema:

CI4, 22.08.2019
CI4-Akteur Dirk Pinnow: Ziele definieren und Prioritäten setzen

CI4, 13.11.2018
CI4-HerbstForum 2018: Die Gesellschaft 4.0 im Kontext aktueller Sicherheitsherausforderungen und Lösungsansätze / Dem Erfahrungsschatz und -austausch ein Forum bieten

Michael Taube auf YouTube, 07.11.2018

Vortrag „Post-mortem-meeting“ beim CI4-HerbstForum 2018

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